Projekt

Projektbeschreibung

Seit ungefähr 50 Jahren wird in den Gemeinden Finsterhennen und Treiten Kies abgebaut. Kiesgrube und Kieswerk werden heute von der Vigier Beton Kies Seeland Jura AG betrieben.

Damit die Tätigkeiten am Standort weitergeführt werden können, soll die bestehende Überbauungsordnung revidiert werden.

Die drei wesentlichsten Projektbestandteile sind:

  • Sicherung von Kiesvorkommen in den Gebieten Oberholz und Grammert.
  • Auffüllung bzw. Wiederherstellung der Riedere.
  • Erweiterung des Werkareals mit einem Recyclingplatz.
Der Kartenausschnitt zeigt die wichtigsten Projektteile: Blau der aktuelle Abbau, pink das heutige Werkareal. In Grün sind die zukünftigen Abbauetappen dargestellt. Gelb zeigt den geplanten Recyclingbereich. Die ausserordentlichen Etappen der Riedere sind orange eingefärbt.

Die neue Überbauungsordnung beinhaltet den Abbau von Sand und Kies sowie die Wiederauffüllung der Kiesgrube und die Auffüllung (Wiederherstellung) der Riedere. Die damit verbundenen Konsequenzen für Erschliessung, Naherholung und Naturschutz wurden für die nächsten Jahrzehnte systematisch durchdacht. So schafft es die neue Planung – trotz der eigentlichen «Erweiterung» für den Kiesabbau – die jeweils offene Fläche im Vergleich zu heute zu verkleinern.

Der jährliche Kiesabbau ändert sich nicht und wird weiterhin im gewohnten Rahmen stattfinden (100’000 Kubikmeter Festmass pro Jahr). Die Zufahrt erfolgt ab der Kantonsstrasse über die eigene Werkstrasse zu Abbaustelle, Deponie und Kieswerk. Die Wiederauffüllung orientiert sich an der ursprünglichen Topografie des Hügelzugs vor Beginn des Kiesabbaus in den 1970er-Jahren.

Das Vorhaben ist im Richtplan Abbau, Deponie und Transporte (ADT) der Region Biel-Seeland festgesetzt. Der übergeordnete Bedarf und die Standortgebundenheit sind damit nachgewiesen. Treiten und Finsterhennen planen das Abbau- und Deponievorhaben gemeinsam und haben dazu im Jahr 2015 einen überkommunalen Richtplan erlassen. Dieser wird mit der neuen Überbauungsordnung umgesetzt.

Kennzahlen

Geltungsbereich Überbauungsordnung:105.7 Hektaren (bisher: 100.5 Hektaren)
davon Zone Abbau Auffüllung Deponie:61.9 Hektaren
davon Zone Werkareal (inkl. Recyclingplatz):6.5 Hektaren
Rohstoffvolumen Erweiterung: ca. 2.55 Mio. Kubikmeter
Auffüllvolumen:9.09 Mio. Kubikmeter für die Gesamtanlage in der Hauptvariante.
Davon zugeführtes Material:5.65 Mio. Kubikmeter.
Abbau: 100’000 Kubikmeter pro Jahr (Festmass)
Restdauer Kiesabbauca. 26 Jahre
Auffüllung:120’000 Kubikmeter pro Jahr (Festmass)
Betriebsdauer Auffüllungca. 45 Jahre (bis Rekultivierung)
Aufbereitung Recyclingmaterial:30’000 Kubikmeter pro Jahr (Losemass)
Verkehr:Durchschnittlich ca. 129 Lastwagenfahrten pro Tag (DTV)

Zeitplan Erlass neue Überbauungsordnung